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Pressemeldungen

Der Lutherweg in Sachsen ist eröffnet

Mit einer Festveranstaltung und einer Andacht ist heute in Döbeln die Gesamtstrecke des sächsischen Lutherweges offiziell eröffnet worden. Landtagspräsident und Schirmherr Dr. Matthias Rößler, die Sächsischen Staatsminister Martin Dulig und Thomas Schmidt sowie der Oberbürgermeister der Stadt Döbeln Hans-Joachim Egerer und der Vorsitzende des Tourismusverbandes Dr. Manfred Graetz sowie zahlreiche Projektakteure aus Tourismus, Politik und Kirche nahmen die Einweihung in einem symbolischen Festakt vor.
„Die Eröffnung des Lutherweges bildet den Höhepunkt für alle, die an dem Projekt beteiligt waren und es künftig zu einem Erfolg für die Tourismusregion und Sachsen als Mutterland der Reformation führen werden“, sagte Dr. Matthias Rößler aus Anlass der feierlichen Eröffnung. Insgesamt 27 Kommunen haben sich an dem Projekt Lutherweg beteiligt. Darunter Torgau, wo Luther den ersten protestantischen Kirchenneubau der Welt weihte und Grimma, wo der Reformator in der Nicolaikirche predigte. Eine weitere Stadt ist Döbeln. Dorthin kam 1521 der verheiratete evangelische Prediger Jacob Seidler und predigte im Rathaussaal. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer war es ein Anliegen, den Lutherweg in Sachsen in Döbeln einzuweihen. „Wir waren von Anfang an von der Idee des Lutherweges begeistert und gewillt, uns aktiv zu beteiligen“, sagte Egerer. Die Stadt an der Mulde sei eine lebendige Stadt und könne dem Lutherweg-Wanderer allerhand für Körper und Geist bieten. Wir werden die Gäste herzlich willkommen heißen.“ Begeistert über die Idee und die Umsetzung des Lutherweges in Sachsen äußerte sich Dr. Günther Beckstein, Schirmherr des bayrischen Lutherweges. Er war der erste protestantische Ministerpräsident in Bayern. Bayern habe erst 70 Kilometer Weg geplant, 30 Kilometer seien bisher aber nur ausgeschildert. „Von dem Interesse der Menschen an dem Jubiläum der Reformation können wir heute profitieren: mit einem durchdachten touristischen Angebot“, sagte Thomas Schmidt, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft. „Mit dem Lutherweg gewinnt Sachsen eine neue Attraktion für Touristen aus Nah und Fern, die Sachsen mit seiner Geschichte in der Welt bekannt macht“, so Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Der Lutherweg entstand in Zusammenarbeit von Tourismus, Politik und Kirche. Die Gesamtkosten von rund einer Million Euro für die Entwicklung und Herstellung der Beschilderung des Weges, für die Vermarktung und die Projektbetreuung finanzieren sich aus Fördermitteln im Rahmen der ILE-Förderung der Europäischen Union, Landesmittel des Freistaates Sachsen sowie Eigenmitteln der teilnehmenden Partnerkommunen. Ein Kabinettsbeschluss aus dem Jahr 2008 bekräftigte die Schaffung des Lutherweges in Sachsen. Als Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Lutherdekade vertritt Landrat a.D. Christian Otto die Interessen des Lutherweges. Die Grundlage für den Wegverlauf bildete das Arbeitsdokument der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, von Oberkirchenrat a.D. Dr. Christoph Münchow. Im August 2011 begann der Tourismusverband „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V. als Träger des Projektes mit der Umsetzung. Projektleiterin und Geschäftsführerin des Verbandes Dr. Katharina Sparrer: „Nach vier Jahren ist ein spiritueller Rundwanderweg entstanden, der als Lutherweg Orte miteinander verbindet, die einen besonderen Bezug zur Reformation haben, sei es durch das Wirken Martin Luthers selbst oder anderer Reformatoren oder durch besondere Ereignisse, die im Kontext mit der Reformation stehen. Ziel ist es, das für die Region bedeutsame Thema der Region touristisch hochwertig aufzuarbeiten sowie den Landtourismus zu stärken.“
Der Lutherweg in Sachsen als Teil des Mitteldeutschen Lutherweges erstreckt sich auf rund 550 Kilometern. Zu erkennen ist der Weg, der auf vorhandenen Wegen durch Städte, Dörfer, Wald und Flur führt, an dem stilisierten „L“ auf weißem Grund. Insgesamt 43 Informationstafeln informieren über die Kommunen und die Bezugspunkte der Reformation. Zusätzlich ist auf den Tafeln ein Spruch eines Reformators vermerkt. Dieser soll den Wanderern als „geistiges Reiseproviant“ mit auf den Weg gegeben werden.

Wandern auf den Spuren Luthers

Die Qualitätssicherung entlang des Lutherweges gehört zu den künftigen Aufgaben. Gästeführer werden ausgebildet, Veranstaltungsangebote zusammen geführt.
Zahlreiche Print-Produkte wie Wanderheft, Wanderpass, Motorradkarte, Radwegekarte informieren über den Wegverlauf und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.

Die Eröffnung des Lutherweges in Sachsen ist Teil der deutschlandweiten Lutherdekade (2008 bis 2017). 2017 wird der 500. Jahrestag des Thesenanschlages von Martin Luther gefeiert. Der Lutherweg wird künftig bundesländerübergreifend Orte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg verbinden. Die beteiligten Bundesländer werden gemeinsam mit den Lutherstädten, Kirchen und weiteren Organisationen durch Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekten an das Wirken Martin Luthers und seiner Weggefährten erinnern.

Statement des Schirmherr, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler

„Als Schirmherr des Lutherweges in Sachsen konnte ich Teilstrecken miteröffnen und Lutherwegtage mitgestalten.
Die heutige Eröffnung bildet den Höhepunkt für alle, die an diesem Projekt beteiligt waren und es in Zukunft zu einem Erfolg für die Tourismusregion und Sachsen als Mutterland der Reformation führen werden.
Sächsische Kommunen und Kirchgemeinden haben die Zugehörigkeit zu einer der bedeutendsten Geschichts- und Kulturlandschaften Deutschlands dokumentiert. Damit zeigt der Lutherweg die Vernetzung von Luther- und Reformationsstätten und symbolisiert die Zusammenarbeit der Bundessländer und der christlichen Kirchen, die gemeinsam zum Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ auf dem Wege sind.“
Teileröffnung des Lutherweges in Sachsen am 04.06.2014 in Gnandstein

Eröffnung "Lutherweg in Sachsen"

Am 04.06.2014 wurde ein Teilabschnitt des Lutherweges in Sachsen in Gnandstein feierlich eröffnet. Ungefähr die Hälfte der insgesamt 550 Km langen Strecke des sächsischen Lutherweges ist ab sofort freigegeben und vollständig beschildert. Weiterhin wurden die insgesamt 43 Informationstafeln am gesamten Weg aufgestellt. Der spirituelle Wanderweg verbindet 27 Städte und Gemeinden, in denen besondere Ausprägungen der Reformation zu entdecken sind, bzw. in denen Martin Luther selbst oder sein Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter wirkten. Zugleich garantiert die Eröffnung der westlichen Teilstrecke erstmals den Lückenschluss des gesamten Mitteldeutschen Lutherweges zwischen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.

Die feierliche Eröffnung der 250 km langen Teilstrecke begann mit einer Andacht im Palas der Burg Gnandstein. Die Predigt hielt der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Jochen Bohl. Anschließend wanderten die ca. 200 geladenen Gäste zum Festgelände unterhalb der Burg Gnandstein. Der Schirmherr des Lutherweges in Sachsen Dr. Matthias Rößler betonte, dass ihm der Lutherweg "ein persönliches Anliegen" sei und die "Verbindung der historischen Spurensuche und die geistige Auseinandersetzung mit den Themen der Reformation" wichtig ist. Der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Frank Kupfer betonte die Bedeutung des Projektes für die Tourismuswirtschaft und touristische Aufwertung des ländlichen Raumes.

Die Vertreter der Bundesländer Thüringen, (Frau Staatssekretärin Hildigund Neubert) und Sachsen-Anhalt, (Herr Stefan Zowislo, Geschäftsführer der Staatlichen Geschäftsstelle "Luther 2017"), kamen die 20 km lange Strecke von Altenburg nach Gnandstein per pedes.

Im Anschluss an die Festreden und die Enthüllung der Informationstafel präsentierten sich die Städte am "Lutherweg in Sachsen" auf einer Informationsmeile, die rege von den Gästen besucht wurde.


Text: © TV SBuHL
Der Lutherweg in Sachsen - Eröffnung der Teilstrecke zwischen Zwickau und Torgau

Es tut gut, uns von dem, was uns täglich belastet, frei zu machen - der Lutherweg bietet Ihnen dazu die Gelegenheit. Der "Lutherweg in Sachsen" lädt ein, die Wirkungsstätten der Reformation zu besuchen. Entdecken Sie die Spuren, welche die Reformation bis heute in einer traditionsreichen, historisch gewachsenen Landschaft hinterlassen hat.
Der Lutherweg führt als spiritueller Wanderweg durch landschaftlich reizvolle Regionen. Er verbindet Städte, Stätten und Orte, an denen Martin Luther und seine Wegbegleiter wirkten.

Am 04.Juni 2014 wird in Gnandstein ein weiterer großer Teilabschnitt des "Lutherweg in Sachsen" eröffnet - die Verbindung zu den Pendants in Thüringen und Sachsen-Anhalt ist damit geschlossen.
Mitteldeutschland wird dann um einen wichtigen Weg reicher sein. Er präsentiert sich den Gästen mit seinen großen und kleinen Schätzen zu einem Thema, dass heute so aktuell ist, wie in den letzten fast 500 Jahren.



DER IN SICH VERKRÜMMTE MENSCH
Von Gnandstein über Borna nach Neukieritzsch

Manche Historiker bejahen es, andere widersprechen. Hat Martin Luther in der Kapelle der Burg Gnandstein, der besterhaltenen romanischen Wehranlage Sachsens, gepredigt? Es gibt keinen Datumsbeleg, nur eine Darstellung des Zwickauer Künstlers Peter Breuer, der den Reformator in dem prunkvollen spätgotischen Raum redend zeigt. Er ist auf einer der drei Flügelaltäre zu betrachten.
Dennoch hat die reformatorische Bewegung den Ort frühzeitig erreicht. Die Herren von Gnandstein waren von Anfang des 15. Jahrhunderts bis 1945 die von Einsiedel. Die Familie gehörte zu den ersten sächsischen Adelsdynastien, die sich der lutherischen Bewegung anschloss. Belegt ist das durch den intensiven Briefwechsel, der unter Haubold von Einsiedel und seinen Brüdern, den wesentlich jüngeren Halbbrüdern Heinrich Hildebrand und Heinrich Abraham, mit Luther und anderen Reformatoren geführt worden ist. Haubold hat Luther getroffen, mehrere persönliche Begegnungen soll es gegeben haben; klar ist nicht, wann und wo.
Haubold, ein Mann mit erklärter humanistischer Gesinnung, hatte nach dem Tod seines Vaters, Heinrich I. von Einsiedel, 1507 die Erziehung seiner Brüder übernommen. In seiner Ägide wurde der spätgotische Neubau der reich ausgestatteten Gnandsteiner Dorfkirche vollendet. Dort befindet sich sein Grabdenkmal und das anderer Familienmitglieder.
Als nach seinem Tod 1522 die Brüder die Burg in gemeinsamem Besitz bewirtschafteten, geriet die Belehnung der der Reformation anhängenden Herren von Gnandstein noch einmal in Gefahr. Herzog Georg, stramm katholisch, versuchte Einfluss auf die jungen Männer auszuüben. Ende 1527 gab es sogar einen Rückschlag. Landesherr Georg der Bärtige verbot 18 Dörfern, ihren Einsiedelschen Lehnsherren Zins, Rente, Dienste und Frohne zu leisten. Er befahl, lutherische Prediger zu verjagen und katholische Priester zurückzuholen. Im Fall des Ungehorsams sollten die von Einsiedel ihre Besitzungen verkaufen und das Land verlassen.
Um dem zu entgehen, beugten sie sich der Anweisung und entließen den Gnandsteiner Pfarrer. Doch die Kirchenstelle blieb unbesetzt, noch im selben Jahr trat ein anderer evangelischer Pfarrer seinen Dienst an. Die Burgherren hielten an der lutherischen Gesinnung fest, ihr Herrschaftsgebiet wurde flächendeckend evangelisch. Luther bezeichnete die Familie als einzigartiges Licht im Dunkel des Adels, der vor allem zu Beginn der Reformationszeit meist noch dem römischen Glauben anhing.
An diesem Beispiel wird deutlich, wie schwer es für fortschrittliche Blaublütige war, die Reformation gegen rückständige Herrscher, die an der alten Kirche festhielten, durchzusetzen. Luther war unwillig, als sich die Gnandsteiner Brüder dem Landesherrn beugten, aber mit Heinrich Hildebrand kam es zum regen Briefwechsel. Einsiedel empfand trotz seiner Herkunft ungerecht, am überkommenen System der Frondienste festzuhalten. Besser wäre Lohnarbeit für die Untertanen, meinte er. Luther sprach sich gegen eine Aufhebung der Frondienste aus. Beide begründeten ihre Einstellung mit Bibelzitaten. Heinrich Hildebrand gab schließlich nach, vermachte aber in seinem Testament den Untertanen über 3700 Gulden, eine enorme Summe. Es war die soziale Gerechtigkeit, die seinerzeit Furore hatte als gesellschaftliches Thema.
Borna bereiste Luther oft, wenn seine Wege ihn in Richtung Süden führten. Er hielt Zwischenstopp bei seinem Freund Michael von der Straßen im Haus am Markt 9, der Geleitsmann war ein leidenschaftlicher Verfechter der Reformation. Viele Jahre konnte Luther nicht den kürzeren Weg über Leipzig nehmen, da ihm dort Gefahr drohte. In Borna im Leipziger Südraum war er sicher, dort hatten die Bürger schon 1519 in Wittenberg um einen "feinen Prediger" gebeten. 1520 wird Wolfgang Fusius erster evangelischer Pfarrer in Borna. Zu der Zeit ist noch ein katholischer Priester tätig, der aber klagt, dass kaum noch Bürger in seine Messen kommen und die Sakramente verachtet werden. Der evangelische Glaube hatte sich schon verbreitet.
Luther predigte in der Stadtkirche St. Marien, er ging auf das Gefühlsleben gläubiger Menschen ein. Neben St. Marien steht ihre kleine Schwester, die Emmauskirche, die 2007 umgesiedelt wurde aus dem zwölf Kilometer entfernten Heuersdorf.
Im Oktober 2011 wurde auf dem Lutherplatz die Skulptur des niedersächsischen Metallbildhauers Hilko Schomerus aufgestellt. Ein Mönch, der verzagt wirkt, geplagt von Ängsten und Selbstzweifeln. Es ist Luther als Junker Jörg mit dichtem Bart, der 1522 nach Unruhen Wittenberg verlässt, um sich auf die Wartburg zu begeben. Weil er unter Reichsacht steht, tut er das in Gestalt eines Junkers. Die Bornaer Metallfigur, etwa 170 Zentimeter groß, hebt mutig eine Hand, die andere ist zur Faust geballt, doch die Gesichtszüge zeigen innere Pein. Der junge Luther ahnt, dass er ein großes Werk zu vollbringen hat, zaudert aber angesichts des Ausmaßes dieser Aufgabe. Der leibhaftige Luther sprach vom homo incurvates in se, dem "in sich verkrümmten Menschen", der nur auf seinen Glauben an die Gnade Gottes setzen könne, auf keine andere Sicherheit. Eine gelungene Plastik, die darauf hinweist, dass die Glaubenserfahrung eine innere Entwicklung auslöst, die ihre Zeit braucht, bis sich der freie Christenmensch entfalten kann. Hilko Schomerus hat Luthers Bornaer Predigten von vor fast einem halben Jahrtausend kongenial umgesetzt.
Die Bornaer Stadtpfarrkirche stammt aus dem er ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, rund 200 Jahre später wurde sie zur dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche umgebaut. Immer noch läuten die Glocken aus dem 15. Jahrhundert. Borna, lange Zentrum des Braunkohlebergbaus, blickt auf eine über 750-jährige Geschichte zurück. Davon zeugt das Reichstor als Teil der früheren Stadtbefestigung. Dort werden in einem kleinen Museum Gegenstände der Reformationszeit gezeigt, so Bibeln und Gesangsbücher in deutscher Sprache sowie der Öldruck "Luther mit Übersetzerkreis" aus dem 19. Jahrhundert.
Das Lutherdenkmal in Neukieritzsch zeigt die Bildnisse der Ehepartner auf gusseisernen Medaillons an einem 3,50 Meter hohen Obelisk. 1884 war das Denkmal in Zöllsdorf aufgestellt worden, das dem Bergbau zum Opfer fiel. Deshalb kam es ins Zentrum von Neukieritzsch, das sich erst 1842 als kleine Ansiedlung gebildet hatte. Heute ist es eine große Gemeinde mit einem modernen Sakralbau, der erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands errichtet wurde. Er trägt den Namen Katharina-von-Bora-Kirche. Luthers Ehefrau hatte von ihrem Mann das Gut Zöllsdorf 1540 als Witwensitz geschenkt bekommen, ihre Familie, die von Boras hatten einst hier ihren verlorengegangenen Stammsitz. Er selbst war nie hier, aber die Lutherin reiste häufig mit ihrem Pferdefuhrwerk in das "Gütlein", zwei Tagesreisen von Wittenberg. Meist blieb sie mehrere Wochen, die Landwirtschaft hier produzierte große Mengen Lebensmittel für ihre Wittenberger Hauswirtschaft. In Lippendorf, einem Ortsteil von Kieritzsch, hängt in der Katharina-Luther-Kapelle eine Gedenktafel, die an die Geburtsstätte der Katharina von Bora erinnert.


Text: © TV SBuHL, Roland Mischke






Der Lutherweg in Sachsen auf der ITB Berlin 2014

Pressemitteilung zur ITB Berlin 2014 - 08.03.2014

Der "Lutherweg in Sachsen"
ein spiritueller Wanderweg wird Wirklichkeit
Der "Lutherweg in Sachsen" lädt ein, Wirkungsstätten Martin Luthers und anderer Reformatoren zu besuchen und macht den Werdegang und die Auswirkungen der Reformation in Sachsen erlebbar.

Insgesamt 27 Orte liegen an der künftigen Wanderstrecke: Bad Düben, Dreiheide, Torgau, Schildau, Wurzen, Trebsen, Grimma (Kloster Nimbschen), Colditz, Mügeln (Kloster Sornzig), Leisnig (Kloster Buch), Döbeln, Waldheim, Kriebstein, Mittweida, Rochlitz, Penig, Wolkenburg, Waldenburg, Glauchau, Zwickau, Crimmitschau, Gnandstein, Borna, Neukieritzsch, Leipzig, Eilenburg und Löbnitz. Als Teil des Mitteldeutschen Lutherweges mit über 2.000 km Länge wird der Lutherweg als spiritueller Wanderweg mit dem grünen "L" auf weißem Untergrund gekennzeichnet.


Der Weg führt zum Ziel - die Beschilderung läuft, der Weg kommt

Das Projekt "Lutherweg in Sachsen" zieht auch künftig alle Blicke auf sich: Nachdem die Planungen für den spirituellen Wanderweg abgeschlossen wurden, läuft die Beschilderung derzeit auf Hochtouren. Die Wander- und Pilgerstrecke verläuft auf bereits vorhandenen Wanderwegen.
Neben den Wegweisern wird es in den Orten am Weg Informationstafeln geben, die dem Gast am "Lutherweg in Sachsen" Informationen zur spannenden Geschichte des Standortes, sowie einen spirituellen Impuls mit auf den Weg geben werden.
Der Startschuss für den größten Teil der Strecke wird am 04.Juni 2014 in Kohren-Sahlis, OT Gnandstein, fallen, dann steht der Weg zwischen Zwickau via Leipzig bis nach Torgau allen Gästen offen. 2015 wird dann der finale Lückenschluss erfolgen und die Rundroute schließen. Bereits vom 19.-20.Mai 2014 wird der Weg im Rahmen einer Pressereise vorgestellt. Dabei werden im Rahmen eines umfangreichen Programms bedeutende Orte am Weg erkundet.


Der digitale Weg - Neugestaltete Internetseite weist den Weg

Neben der Beschilderung wird die Homepage www.lutherweg-sachsen.de derzeit völlig neu gestaltet und auf die Anforderungen für die Nutzung mit mobilen Endgeräten ausgerichtet. Der Interessierte Nutzer wird umfassend über den Wegeverlauf und die touristischen Angebote entlang des Weges informiert.
Über den Facebook-Auftritt, der das Projekt umfassend im Bereich der Social Media präsentiert, werden Inhalte Nutzergerecht angeboten. Neben aktuellen Themen entlang des spirituellen Wanderweges zum Thema Reformation können die Nutzer sich über Veranstaltungen informieren, Videos und Fotos anschauen und Druckmedien herunterladen. Zu erreichen ist der Faceauftritt unter: https://www.facebook.com/LutherwegSachsen


Neu zur ITB Berlin 2014:

Film zum "Lutherweg in Sachsen"
Den Weg ins rechte Licht gerückt
Dreharbeiten am Lutherweg vollendet

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - der Film zum "Lutherweg in Sachsen" setzt die Route auf den Spuren der Reformation bildgewaltig in Szene. Mit musikalischer Unterlegung werden die Orte am "Lutherweg in Sachsen" vorgestellt und wichtige Informationen zur Bedeutung der einzelnen Stätten und dem jeweiligen Bezug zum Thema Reformation gegeben.
Der Reformator begleitet den Film von Ort zu Ort durch das Sächsische Burgen- und Heideland e.V.

Einen ersten Vorgeschmack gewährt auch der Kinospot, der den Lutherweg auch cineastisch in Szene setzt. Diese kann unter http://www.youtube.com/watch?v=nhI_ryDnWkM angesehen werden.

Der Film zum "Lutherweg in Sachsen" wird erstmalig zur ITB 2014 in
Halle 11.2 Stand 102 präsentiert.


Zu beziehen ist der Film über:

alekto-film | Film- und Fernsehproduktion
Am Eulengraben 32
04288 Leipzig
Tel: +49.34 297.987 16-6
Mail: info@alekto-film.de
www.alekto-film.de

Text: © TV SBuHL
Der Lutherweg in Sachsen lädt ein

Der "Lutherweg in Sachsen" lädt ein, Wirkungsstätten Martin Luthers und anderer Reformatoren zu besuchen und macht den Werdegang und die Auswirkungen der Reformation in Sachsen erlebbar. Auf künftig rund 550 km verbindet er Orte in Sachsen, die einen besonderen Bezug zum Thema Reformation haben. Der Anschluss des Lutherweges in Sachsen zu den Lutherwegen in Thüringen ist über Altenburg und nach Sachsen-Anhalt über Bad Düben gegeben. Unterwegs ist beispielsweise zu entdecken, wie die Veränderungen der Reformation den Bau und die Ausgestaltung evangelischer Kirchen prägen.

Nachdem die Planungen für den spirituellen Wanderweg weitestgehend abgeschlossen wurden, läuft die Beschilderung derzeit auf Hochtouren. Die Wander- und Pilgerstrecke verläuft vorrangig auf bereits vorhandenen Wegen, da historisch authentische Wegführungen heute nicht immer als Wanderwege nutzbar sind.
Neben den Wegweisern wird es Informationstafeln geben, die dem Gast am sächsischen Lutherweg Informationen zur spannenden Geschichte des Standortes sowie einen spirituellen Impuls mit auf den Weg geben werden.

Mit dem Projekt "Lutherweg in Sachsen" ist der Tourismusverband "Sächsisches Burgen- und Heideland" e.V. beauftragt. Zur der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens sowie den Kirchgemeinden am Lutherweg bestehen enge Kontakte.
Der Lutherweg in Sachsen ist ein Angebot zur im Herbst 2008 ausgerufenen Lutherdekade, die 500 Jahre nach dem Eintreffen Martin Luthers in Wittenberg begann und 2017 mit dem 500-jährigen Jubiläum des Thesenanschlags an der Wittenberger Schlosskirche.

Text: © TV SBuHL