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31.08.2015 12:56 (2659)
Bericht vom Ökumenischen Samstagspilgern am 1. August 2015 von Lunzenau nach Penig. Endlich mal wieder pilgern können. Das letzte Pilgern für mich war im April. Leider! Aber heute klappt es mal wieder. Es ist ein kühler Mor¬¬gen, gegen 6.30 Uhr sind es gefühlt ca. 12-15 °C in Leipzig. Da ich spät dran bin, erreiche ich nur mit Mühe meinen Zug ab Bahnhof Messe. Erstaunlicherweise bin ich dieses Mal sogar der Erste am Treffpunkt Querbahnsteig. Es ist noch lange nicht sieben Uhr. Aber bald kommen die ersten Mitläuferinnen und die Stimmung ist ausgelassen fröhlich. Bald sind wir zehn, auch neue Gesichter sind dabei. Wie schön! Da noch Zeit ist, trinke ich einen Kaffee aus dem Pappbecher zur Ermunterung. Kurz vor sieben Uhr ist Abfahrt mit dem Regionalexpress. In flotter Fahrt erreichen wir den Zielpunkt aber noch nicht den Abmarschort Lunzenau. Dorthin fahren wir 30 Minuten mit dem Bus. Claudia Steffler und Veronika Seidel haben heute die Etappenleitung übernommen, da Dagmar Schlegel im Urlaub ist. Es läuft alles nach Plan: Gegen 9 Uhr beginnt die Begrüßung und Morgenandacht mit Chorälen, kleinen Orgelstücken gespielt von Kantor Brandl (Werke von Bach und Mendelsohn) und biblischer Besinnung. Danach folgte noch ein kurzer Abstecher zum Heimatmuseum. Ein hübsch gelegenes Städtchen, dieses Lunzenau. Gegen 10 Uhr ist Abmarsch nach Rochsburg. Inzwischen sind wir wohl komplett, ca. 24 Personen. Und der Pilgerweg ist heute mit ca. 16 km nicht so weit. Nach dem kühlen Morgen wird es wie vorhergesagt zunehmend wärmer. Auf schönen Wald- und Feldwegen und auch kleinen Straßenabschnitten geht es immer leicht auf und ab. Es ist nicht so anstrengend, sondern erholsam und natürlich gibt es viel Gelegenheit für interessante Gespräche. Gegen 10.45 Uhr erreichen wir Rochsburg, ebenfalls ein lieblich gelegener Ort. Unser Ziel ist die Kirche mit einem modernen „Glasvorbau“ – Geschmackssache. Obwohl die Türen offenstehen, empfängt uns niemand. Ein imponierender Kirchenraum. Ich gehe zur Orgel hoch und improvisiere über zwei bekannte Kirchenlieder, u.a. „Geh aus mein Herz“. Viele hören zu und freuen sich vielleicht. Im Anschluss geht es zur Schlosskapelle, wo wir eine eindrückliche Führung erleben. Ein wirklich beeindruckender Raum. Viele schauen sich deshalb interessiert um und hören zu. Inzwischen ist Mittagszeit. Mittagshunger kommt auf und das Mulde-Ufer näher. Dort ist Zeit und Platz zu Rasten und Essen. Mein Altenburger Weggefährte und ich hatten beschlossen, über die „verbotene Hängebrücke“ zu einem kleinen Lokal gehen. Hier gab es kleine Delikatessen für uns, aber auch selbst Mitgebrachtes von Muttern. Auch die schönste Rast geht einmal zu Ende. Doch auch das Betrachten der herrlichen Natur des Muldetals lässt uns genießen vor allem die Ruhe und gute Luft. Inzwischen ist es heiß geworden. Wir kommen weiter des Weges nach Amerika. Tatsächlich, wir passieren den Ort / das Land ohne Flugzeug, ohne Schiff. Wie kurios und preiswert alles sein kann, und vor allem nah. Nun folgt eine zwei bis drei Kilometer lange Asphaltstraße. Gott sei Dank verläuft sie unter dicken Bäumen entlang der Mulde und ist ganz flach. Es wurde beschlossen, diesen einsamen Weg zum Schweigen zu nutzen. Das wurde auch strikt eingehalten. Gegen 14 Uhr erreichen wir Penig. Der Wald lichtet sich. Die Aegidienkirche ist das nächste Ziel. Dort werden wir empfangen und begrüßt und hören manch Interessantes über die katholische Kirche. Die Stadt auf dem Berge, in diesem Fall die wohl 500 Jahre alte Stadtkirche, kann nicht verborgen sein. Von der Pfarrerin werden wir mit Selterswasser und leckeren Melonen empfangen. Was für eine willkommene Erfrischung nach der Hitze des Tages, die immer noch anhält. Es wird viel erzählt von der Geschichte der Kirche, aber ich habe es beinahe verschlafen. Doch beim Singen von „Laudate Omnes Gentes“ bin ich wieder hellwach. Es schließt sich eine tiefgehende Andacht zum Thema „Ein hörendes Herz will uns Gott schenken“ an. Danach bleibt noch viel Zeit zum Gespräch und zum Schauen in der prächtigen Kirche mit dem großen Chorraum. Mit einem Segen werden wir wieder verabschiedet. Leider ist kein Orgelspiel möglich. Gegen 16.30 Uhr ist Abmarsch zum Bus. Einige Autofahrer haben sich inzwischen verabschiedet. Am Bahnhof in Narsdorf hieß es wieder warten, rund 30 Minuten. Es gab eine Zugverspätung. Diese gab uns die Zeit zu weiteren Gesprächen. Die Heimfahrt mit den verbliebenen Pilgern genieße ich und nutze sie für weitere Unterhaltungen. Wir können dankbar auf den Tag zurückblicken, den uns Gott geschenkt hat. Und so kommen wir gesund und einigermaßen pünktlich wieder in Leipzig an. Nach dem Ausstieg verabschiedeten sich alle kurz voneinander und entwichen jeder in eine andere Richtung dem ersehnten zu Hause entgegen. Es war ein schöner Pilgertag, Gott und den anderen Mitstreitern sei Dank dafür. Bis zum nächsten Mal! Kantor i.R. Klaus-Peter Müller Leipzig-Wiederitzsch
Müller

17.12.2014 07:38 (2266)
Pilgerweg "Auf den Spuren der Katharina von Bora" Ein ganz persönlicher Rückblick auf neun Tage Wandern und Besichtigen in Sachsen - auf den Spuren von Martin Luthers Eheweib Neun Tage hatte ich Zeit, in Sachsen die Stätten aufzusuchen, die wir mit Katharina von Bora verbinden, neun Tage sind zu wenig, um alle Stationen zu Fuß abzulaufen und die entscheidenden Stätten auch noch in Ruhe zu besichtigen. Darum nahm ich mir 3 "Stützpunkte" vor, von denen ich mehrere Touren zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln machen konnte. Zur Orientierung diente mir der Flyer "Lutherweg - Sachsen", der mit einer klar gestalteten Karte versehen ist. Mein erster Zielort war Grimma an der Mulde. Mit dem Zug reiste ich von Frankfurt am Main an, bezog Quartier, das ich vorab reserviert hatte. Mit großem und kleinen Rucksack versehen hatte ich alles Nötige bei mir und konnte tagsüber mit dem kleinen Rucksack eine gute Strecke laufen. Zunächst wanderte ich in der Morgenfrühe zum Kloster Nimbschen, begleitet von fröhlichem Vogelgezwitscher. Auf dem Fahrradweg entlang der Mulde waren nur wenige Menschen unterwegs, so dass ich ebenso fröhlich vor mich hin singen konnte. Bei der Klosterruine angekommen, war ich in der Frühe die einzige Besucherin und hatte alle Zeit und Muße der Welt, mich in die Vergangenheit hinein zu vertiefen, mir vorzustellen und auszumalen, wie für Katharina das Klosterleben gewesen sein mag. Ich hatte bereits ein Buch über sie gelesen: "Rosen im Schnee" von Ursula Koch. Das war mir noch gut im Gedächtnis. In der Zeitung (FR) hatte ich gelesen, dass es im Schloss Rochlitz eine Ausstellung über "Starke Frauen" gab, von Margot Käßmann eröffnet. Glücklicherweise fuhr ein Bus ganz in der Nähe ab, der mich nach Rochlitz brachte. Mein erster Weg führte zum Schlossturm. Von oben hatte ich einen wunderbaren Ausblick auf das hübsche Städtchen. Ich erfuhr, was Porphyrtuff für ein Baustein ist und erkannte die robuste alte Kunst, die so manchem Stein besondere Bedeutung gebracht hatte. Danach besichtigte ich die hoch interessante Ausstellung, durch die ich auf weitere starke Frauen der Reformationszeit stieß, aber auch mit starken Frauen der DDR bekannt gemacht wurde. Zurück in Grimma besuchte ich die Frauenkirche mit dem Lutherdenkmal und die Klosterkirche. Da die letzten Hochwasserschäden noch nicht alle beseitigt waren, gab es noch die eine und andere Baustelle. Aber es war ersichtlich, wie sehr sich die BewohnerInnen Grimmas bemühen, alles wieder besucherfreundlich herzurichten. Im Zentrum gibt es nette Restaurants und Cafés, so dass man auch auf Komfort nicht verzichten muss. Eine weitere Tour führte mich durch die Natur bis nach Trebsen. Leider war die Stadtkirche verschlossen und auch im Pfarramt öffnete niemand. So zog ich es vor zum Trebsener Schloss zu laufen, wo gerade eine Hochzeit gefeiert wurde. Mit dem freundlichen Kellner, der mir ausnahmsweise einen guten Kaffee servierte, unterhielt ich mich über moderne Bräuche bei Hochzeitsfeiern vom Anschneiden der mehrstöckigen Hochzeitstorte bis zum Fliegenlassen weißer Tauben. Meine zweite Station war Wurzen, das ich als Geburtsort des Dichters Joachim Ringelnatz kennenlernte. Also besuchte ich sowohl das Geburtshaus (derzeit nicht zugänglich) und die Ausstellung mit Fotos, Seesack und Gedichten. Somit wich ich von der Route der Katharina vorübergehend ab. Dom und Bischofsschloss sind sehr beeindruckend. Durch den Restaurant- und Hotelbetrieb ist eine Besichtigung nicht jederzeit möglich. Ich war natürlich werktags dort, nicht am Sonntag. Schade! Aber in die Stadtkirche konnte ich hinein, wo gerade auch der Hausmeister weilte und mich in Ruhe alle Kunstschätze bestaunen ließ. Hier sah ich Martin Luther vor meinem inneren Auge predigen, so nah rückte mir die Geschichte der Reformation auf den Pelz. Nach erholsamen Wanderungen durch die herrliche Natur ringsum, machte ich mich auf zur dritten Station: Torgau. Von hier schickte Ratsherr und Kaufmann Leonhard Koppe seinen Wagen zum Kloster Nimbschen, um die fluchtwilligen Nonnen von dort abzuholen und über Torgau schließlich nach Wittenberg zu bringen. Die Katharina-Luther-Stube, der letzte Wohnort von Katharina nach dem Tod Martin Luthers, ist zwar klein und eng, vermittelt aber durchaus die bescheidenen Verhältnisse, in denen die Witwe Katharina am Ende ihrer Tage lebte. Bestattet ist sie in der Marienkirche, unübersehbar mit dem Begräbnisrelief bestückt: ein würdiger Ort für diese besondere Frau! Dort boten mir freundliche Frauen weitere Bücher über Katharina an, die ich gerne gelesen habe und als Mitbringsel in mein Bücherregal zu Hause eingereiht habe. Torgau ist darüber hinaus noch weit geschichtsträchtiger: Es ist der Ort des Zusammentreffens der Alliierten gegen Ende des 2. Weltkriegs; es ist der Ort des einzigen deutschen Wehrmacht-Konzentrationslagers und es gibt hier ein ehemaliges Jugend-Umerziehungsheim aus der DDR-Zeit. Geschichte war und ist hier überaus gegenwärtig. Die vielen Menschen in der Stadt hatten ihre Freude an Märchen- und Musikdarbietungen im Schlossgelände, während ich doch eher die Einsamkeit suchte und einen ausgedehnten Spazierweg rund um den Großen Teich fand. Dort stieß ich auch auf weitere Wanderfreunde, die wie ich mit Stöcken unterwegs waren. Vereinzelt entdeckte ich auch Lutherweg-Schilder, doch halfen auch die normalen Wanderwegkennzeichen. Außerdem konnte ich immer wieder Menschen fragen, die mir weiterhalfen, wenn ich unsicher war. In Torgau gibt es noch viele andere Sehenswürdigkeiten, die Bären im Schlossgarten, einen Juwelier, der den Ehering der Katharina für viel Geld nachgestaltet, gemütliche Biergärten und das älteste Spielwarengeschäft Deutschlands... Der Lutherweg hat mich nicht nur auf Martin Luthers und Katharinas Spuren gebracht, sondern mir wunderschöne Tage in Sachsen beschert. Hier kann man auch wesentlich länger als neun Tage verweilen, pilgern, wandern, besichtigen und bestaunen. Monika Kunz
Monika Kunz

27.05.2013 16:59 (2078)
mit großen Interesse haben wir vor einiger Zeit erfahren das nun auch der Lutherweg in Sachsen ?in Angriff? genommen werden soll. Darüber haben sich sicher nicht nur wir gefreut. Zwei Teilstücke haben wir bis jetzt unter die Füße genommen. Die erste führte uns von Löbnitz bis nach Bad Düben. Die Ausschilderung dort ist hervorragend. Leider war die Gastronomie in Bad Düben wohl nicht so Pilgerfreundlich, denn in der ersten Gaststätte war plötzlich aus reserviert als wir versuchten ein Platz zu finden. Das zweite Teilstück sollte uns nun von Bad Düben auf halbe Strecke nach Torgau führen. Der erste Teil bis Authausen war wieder sehr gut ausgeschildert. Plötzlich kamen wir auf eine T-Kreuzung und dort war absolut nichts ausgeschildert. Wir haben die Wegemarkierung vergebens auf beiden Seiten der Strecke gesucht. Leider haben wir uns dann für die falsche Richtung entschieden, sodass wir dann unsere Tour ziemlich enttäuscht nach ca. 19 km in Falkenberg abgebrochen haben.
Mylene Lawrenz

25.02.2013 07:09 (2021)
www.anders-wege-gehen.de will im April eine Fatenwanderung bei euchh auf dem Lutherweg veranstalten. Wer Lust hat kann auch gern mal auf http://www.facebook.com/Anders.Wege.gehen vorbei schauen und euch zum Beispiel auch anmelden zum mitmachen. Für Fragen stehe ich persönlich ebenfalls gern zur Verfügung unter 0171 5728584 Liebe Grüße Sven
Sven Fischer

26.08.2012 03:39 (1884)
This looks like a very interesting project, which I might like to take sometime. Thank you. I am a Lutheran pastor in the USA
Richard Baumann

03.09.2011 14:59 (1623)
Dem Lutherweg Sachsen wünsche ich eine würdige Eröffnung am 6. September 2011 und danach viele Besucher aus aller Welt.
Martin Kuhrau

09.02.2011 11:51 (1418)
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und gutes Gelingen bei der touristischen Vermarktung des Lutherweges Sachsen.
BUR Werbeagentur GmbH

09.02.2011 10:48 (1417)
Gästebuch eröffnet

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