St. Georgenkirche

Kirche
Die St. Georgenkirche Glauchau vereint barocke Architektur, gotische Schnitzkunst und die restaurierte Silbermann-Orgel von 1730 zu einem besonderen Kulturdenkmal.
Geschichte der Kirche

Die alte St. Georgenkirche wurde 1712 durch einen Stadtbrand zerstört. Die zunächst versuchte Reparatur blieb instabil. Deshalb wurde 1726 der Abriss und Neubau des Gotteshauses verfügt. Schon am 15. Februar 1728 konnte die neue Kirche geweiht werden.

1988 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten an Turm, Kirchendach und Fassade, die mit der Innensanierung in den Jahren 2005 und 2006 abgeschlossen wurden. Die heutige Farbgestaltung des Innenraumes beruht auf umfassenden restauratorischen Untersuchungen und lehnt sich an die Ausmalung des frühen 18. Jahrhunderts an.

Ausstattung

Der Altar wurde 1728 von Graf Otto Ernst v. Schönburg gestiftet. Neben dem Altar hängt sein Portrait, das die Bürgerschaft dem Patronatsherren der Kirche widmete.

Das Epitaph daneben für den Grafen Friedrich Erdmann v. Schönburg ließ seine Witwe 1730 anbringen. Für die Kanzel hatte 1728 Bürgermeister Treffurth gesorgt. Am Korb der Kanzel finden wir 6 allegorische Bilder, die sich auf die Wirkung des Gotteswortes beziehen. Den Taufstein schenkte 1729 der Amtmann Pistorius unserer Kirche.

Die gotischen Schnitzwerke stammen noch aus der alten Kirche. Besonders schön ist der kleine Seitenaltar neben der Kanzel (um 1500). Er zeigt im Mittelschrein die göttliche Familie (Maria mit dem Jesuskind; Anna und Joachim, die Eltern der Maria; Josef und Gott als Vater und Heiliger Geist), in den Flügeln Petrus und Elisabeth sowie den Evangelisten Johannes und Paulus.

Die Madonna auf der Mondsichel (1480/90) ist das älteste Schnitzwerk unserer Kirche. Links von ihr finden wir einige sehr hervorragend geschnitzte Figuren (um 1500), die von alten Altären der Kirche stammen.

Wir freuen uns, mit der Silbermann-Orgel von 1730 ein besonderes Instrument beherbergen zu dürfen. Im Laufe der Zeit erfuhr sie zahlreiche Veränderungen, die 1998 bei einer grundlegenden Restaurierung rückgängig gemacht wurden, sodass die Orgel heute wieder das Klangbild einer historischen Silbermann-Orgel besitzt.

Das Geläut der Kirche besteht aus zwei alten Glocken von 1713 und zwei kleineren, die 2002 ergänzt wurden.

Tourismusverband Chemnitz Zwickau Region e. V.
Tourismusverband Chemnitz Zwickau Region e. V.

Gut zu wissen

Öffnungszeiten

Die Kirche lädt Sie jeden Sonntag zum Gottesdienst und an vielen Terminen im Jahr zu Konzerten sehr herzlich ein.

Autor:in

Ev.-Luth. Kirchgemeinde Glauchau-Wernsdorf-Gesau (Pfr. I.R. R.-E. Pohle)

Organisation

Tourismusverband Chemnitz Zwickau Region e. V.

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