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Aktuelles

Digitales Stadtmodell

Besuchen Sie doch mal das Stadt Museum im Borna. Die Ausstellung zur Stadtgeschichte ist im Reichstor,einem der einstigen vier Stadttore untergebracht. Auch der Reformationszeit der Stadt ist ein Teil der Ausstellung gewidmet. Einen kleinen Einblick bietet das digitale Stadtmodell:
Ort  Borna

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Geht doch !

Geht doch! Unter diesem Motto lädt ein ökumenisches Bündnis aus Landeskirchen, Diözesen, christlichen Entwicklungsdiensten, Missionswerken und Umweltverbänden auf den Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ein. Im Vorfeld der 24. Weltklimakonferenz verbinden wir gemeinsames Gehen, spirituelle Besinnung und Einsatz für Klimaschutz.

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Tagung die Dorfkirchen in Sachsen

Die Dorfkirche ist die älteste Institution in den Dörfern Sachsens.Die Tagung zeigt exemplarisch die Entwicklung dieser wichtigen Institution auf und wendet den Blick auch auf die Gegenwart und Zukunft der Dorfkirche.
Ort  Gnandstein

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Halt am Lutherstein nahe Kemberg (Foto: Johannes Killyen)
Festveranstaltung 10 Jahre Lutherweg in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat zum zehnjährigen Bestehen des Lutherweges in Sachsen-Anhalt dessen Bedeutung als touristisches und spirituelles Projekt hervorgehoben. Bei einem Festakt am 4. Oktober in Kemberg, einer Station am Lutherweg, sagte der Ministerpräsident: „Die Idee, Luthers zahlreiche Wege nachzuzeichnen und Pilger ebenso wie Wanderer zu bedeutenden Orten der Reformation in Sachsen-Anhalt zu führen, ist aufgegangen. Ich bin froh, dass der Lutherweg auch nach dem Reformationsjubiläum 2017 weiter besteht und bestehen wird. Vor diesem Hintergrund ist das zehnjährige Jubiläum ein wichtiger Zwischenschritt.“ Haseloff ist zugleich Schirmherr des Lutherweges in Sachsen-Anhalt. Programmpunkte zum Jubiläum waren weiter ein Besuch in der Kemberger Kirche St. Marien und eine Andacht am Lutherstein nahe Kemberg.

Der Lutherweg Sachsen-Anhalt war 2008 in Höhnstedt bei Lutherstadt Eisleben von Vertretern aus Kirche, Tourismus, Politik und von Verbänden ins Leben gerufen worden. Ziel war es, authentische Lutherorte und wichtige kulturelle Stätten sowie reizvolle Naturerlebnisse auf einem Weg zusammenzuführen. Der Lutherweg Sachsen-Anhalt verbindet auf dem Rundkurs die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg. Im Norden verläuft er durch Anhalt, im Süden durch Halle an der Saale. 2017 wurde eine zusätzliche Strecke von Zerbst nach Magdeburg aufgenommen. Hinter Eisleben führt der Weg, der insgesamt rund 460 Kilometer lang ist, nach Mansfeld Lutherstadt und weiter Richtung Thüringen. Nach dem Lutherweg in Sachsen-Anhalt wurden weitere Lutherwege in Thüringen, Sachsen, Bayern, Hessen und zuletzt Brandenburg ins Leben gerufen. Als Dachorganisation sichert die Deutsche Lutherweg-Gesellschaft e.V. die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Lutherwegen. Zugleich ist sie Trägerin der Koordinationsstelle für den Lutherweg Sachsen-Anhalt, die von Grit Gröbel geleitet wird.

Bei der Jubiläumsveranstaltung erinnerte der Präsident der Lutherweg-Gesellschaft, Pfarrer Dr. Ekkehard Steinhäuser, an einige Initiatoren des Lutherweges, zum Beispiel den Landwirt Wolf von Bila und den katholischen Pfarrer Willi Kraning. In einem Referat wies Steinhäuser darauf hin, dass Luther das Pilgern mit dem Ziel, dadurch Gottes Gnade zu erreichen, abgelehnt habe. Zugleich gebe es heute aber zahlreiche Gründe für ein „evangelisches Pilgern“, etwa das Erlebnis des gemeinschaftlichen Christseins. „Außerdem kann man beim Pilgern seinen Problemen nicht weglaufen, man ist sich selbst näher und kann auch Gott besser zuhören.“

Die Bedeutung des Lutherweges für die Stadt und evangelische Kirchengemeinde Kemberg hoben der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Dieter Schröter, sowie der Bürgermeister der Stadt Kemberg, Torsten Seelig, hervor. Ausgezeichnet wurden bei der Feierstunde in Kemberg Gert Scholz (Schköna), Gabriele und Rudolf Kunze (Pratau) sowie Dieter Schröter für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Pflege des Lutherweges.
Bild: Evangelische Verlagsanstalt GmbH
Buchtipp: Der Lutherweg in Sachsen

Entdeckungen im Mutterland der Reformation
Ein reich bebilderter Reiseführer beschreibt die 27 Stationen des Lutherweges in Sachsen.Zahlreiche Fotos von Stätten der Reformation und der faszinierenden Natur vermitteln vielfältige Impressionen vom spirituellen Rundwanderweg. Als Begleitlektüre auf dem Weg und als Bildband für das „Schmökern“ daheim ist der kompakte Reiseführer gleichermaßen zu empfehlen. Autoren Bernd Görne | Andreas Schmidt


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Rast im Colditzer Forst ©TV SBuHL/Manuela Kolster
Pilgertag 2018 auf dem Lutherweg in Sachsen

Einfach mal weg, einfach mal abschalten. Immer mehr Menschen wünschen sich ein paar Momente der Ruhe und Gelassenheit. Stetig wächst die Anzahl derer, die aus dem Alltag ausbrechen und sich auf den Weg begeben. Pilgern steht daher hoch im Kurs. Kirchen und Klöster sind Orte der Stille und laden zum Innehalten ein.

In diesem Sinne begaben sich am 17. August 2018 Henry Graichen, der Vorsitzende des Tourismusverbandes „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V. und Landrat des Landkreises Leipzig, und Dr. Carsten Rentzing, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, gemeinsam mit dem Schirmherren des sächsischen Lutherweges, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und rund 50 Gästen auf eine Wanderung entlang des Lutherweges im Sächsischen Burgen- und Heideland. An vier Stationen zwischen Colditz und Schönbach spürten sie verschiedenen Aspekten der Reformationsgeschichte nach und nutzten den gemeinsamen Austausch, um die erfolgreiche Zusammenarbeit von Kirche und Tourismus weiter zu festigen.

Der Auftakt der Veranstaltung fand in der malerischen Altstadt von Colditz statt. Die Stadt öffnete sich bereits früh den Gedanken der Reformation, so wurde bereits Anfang der 1520er Jahre das Abendmahl in beiderlei Gestalt gereicht. Einer der ersten evangelischen Pfarrer war Wolfgang Fuß in der Stadtkirche St. Egidien, wo auch der Pilgertag 2018 mit Begrüßung der Gäste und einer Andacht seinen Anfang nahm. Anschließend besuchten die Wanderfreunde das international bekannte Schloss Colditz, einem der Witwensitze von Kurfürstin Sophie (1568–1622), einer orthodoxen Lutheranerin, die von den religiösen Auseinandersetzungen ihrer Zeit geprägt war und sich stark für kirchliche Belange engagierte.

Bei einer kleinen Rast während der Wanderung durch den idyllischen Colditzer Forst informierte Dr. Rößler, der Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen e.V., über die seit Mai 2018 bestehende Kooperation zwischen dem Staatsbetrieb Sachsenforst und dem Landestourismusverband Sachsen e.V.. Diese wegweisende Vereinbarung beinhaltet unter anderem den Aufbau einer Informationskette über Wegestörungen oder -sperrungen im Staatswald. So kann Sachsenforst effektiv über die regionalen Tourismusverantwortlichen die Waldbesucher und Touristen rechtzeitig informieren und Alternativen aufzeigen.

Am Ende der Wanderung begrüßte der Pfarrer im Ehrenamt Dr. Michael Beyer die Pilgergruppe in der Bergkirche von Schönbach. Der nördlich vom Colditzer Forst gelegene Ortsteil von Colditz war ein frühes Zentrum der ländlichen Reformation in Kursachsen. Der Schönbacher Pfarrer Johann Stumpf unterhielt 1523 einen Briefwechsel mit Martin Luther, der ihn in seinem Streit mit dem Merseburger Bischof Adolf unterstützte.

Stimmungsvoller Ausklang des Tages war im geschichtsträchtigen Bürgerzentrum „Sächsische Krone“ in Schönbach, wo bei herzhafter Pilgersuppe nochmals Zeit für interessante Gespräche war.
Künstlerischer Leiter Frank Brinkmann, "Katharina" und "Jacob Seidler" am Objekt (Bild: Michael Seimer)
"Reformation und Kunst" am Lutherweg in Döbeln

Bei abendlich frischen Temperaturen versammelten sich am Ortsrand von Ziegra (Döbeln) nahezu 100 Gäste, um an der festlichen Einweihung und Übergabe eines Kunstwerkes an die Stadt Döbeln teilzunehmen.
Musikalisch umrahmt vom Bläserensemble der Musikschule Döbeln begrüßten "Katharina von Bora" und "Jacob Seidler" die Gäste mit Auszügen aus der lokalen Reformationsgeschichte. Iris Schönbrodt (Projektleiterin) und Frank Brinkmann (künstlerischer Leiter) des Projektes "Reformation und Kunst" erläuterten den Projektverlauf und lobten die intensive Umsetzung der Bürgerbeteiligung bei der Entstehung. Dankesworte der Kommune brachte ein Augustinermönch zum Ausdruck, der sich auf Nachfrage als Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (Große Kreisstadt Döbeln) zu erkennen gab. Die hervorragende Zusammenarbeit unterstrich auch der Künstler Stefan Knechtel in seinem Dank an alle Beteiligten. Er schuf mit "Sphären/Globus" ein Werk, das nicht nur die Brücke von der weltverändernden Zeit der Reformation ins Heute schlägt, sondern sich auch in wunderbarer Weise in die Landschaft am Lutherweg einfügt.

Die nächste Übergabe eines Kunstobjektes am Lutherweg steht am Dienstag, 2. Oktober bevor, dann in der Stadt Leisnig.
Ort  Döbeln