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3. Pilgertag auf dem Lutherweg in Sachsen

Da die Motive des Pilgerns und die Wirkung der Reformation auch nach dem Jubiläumsjahr 2017 aktuell sind, hatte der Tourismusverband „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V. auch in diesem Jahr zu einer gemeinsamen Pilgerwanderung auf dem sächsischen Lutherweg eingeladen.

Am 27. Juni war es nun soweit: Der Vorsitzende des Tourismusverbandes Landrat Henry Graichen (Landkreis Leipzig) begab sich gemeinsam mit Dr. Carsten Rentzing, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen, Landrat Kai Emanuel (Landkreis Nordsachsen) und rund 50 weiteren Gästen auf eine Wanderung entlang des Lutherweges von Mügeln nach Sornzig. Auch zahlreiche interessierte Bürger nutzen die Gelegenheit, sich gemeinsam mit Vertretern aus Tourismus, Politik und Kirche auf den Weg zu machen und ins Gespräch zu kommen.

Zum Auftakt dieses Pilgertages begrüßte Bürgermeister Johannes Ecke die Gäste am neu entstehenden Geoportal Bahnhof Mügeln – „Erlebniswelt Kaolin“. Im Schmalspurbahnhof Mügeln entsteht derzeit eine multimediale Erlebniswelt, die von der Kaolinentstehung über die Förderung im Tiefbau und heutigen Tagebau bis zur Entstehung der regionalen Keramikindustrie reicht und zu Deutschlands größtem Schmalspurnetz rund um den Bahnhof Mügeln informiert.

Nach einem kurzen Rundgang mit dem Mügelner Stadtführer Andreas Lobe besuchten die Wanderfreunde die Stadtkirche St. Johannis, wo der Landesbischof die Andacht hielt und den Pilgersegen erteilte.
Nach einer kleinen Stärkung im Grünen Laden am Markt und einen Vortrag zu regionalen Produkten begann bei sommerlichen Temperaturen die Wanderung durch das sächsische Obstland. Bei einer kleinen Rast war Wissenwertes zur Obsterzeugung durch die Obstland Dürrweitzschen AG zu erfahren.

Nach rund fünf Kilometern erreichte die Gruppe schließlich den Mügelner Ortsteil Sornzig, wo nach einer geistlichen Stärkung in der Martin-Luther-Kirche auch ein herzhafter Mittagsimbiss im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal auf die Wanderer wartete.

Das Nonnenkloster wurde 1241 durch Siegfried III. von Mügeln gestiftet. Die Nonnen führten im Kloster den Obstbau ein. Im Zuge der Einführung der Reformation kam es um 1539/1540 zur Säkularisation des Klosters Marienthal. Heute befindet sich die Anlage


im Besitz der Familie Colditz. 1996 gründete sich die Stiftung „Dr. Ludolf Colditz - Kloster Marienthal“, die sich den Erhalt und die Nutzung der Anlage auf die Fahnen schreibt. Seit 2003 ist das Kloster eine Europäische Begegnungs- und Bildungsstätte.
Die historischen Mauern des ehemaligen Schwesternhauses boten den idealen Rahmen für nochmals interessante Gespräche und einen stimmungsvollen Ausklang des Tages.

(Foto: Bernd Goerne)

Ort  Mügeln
Bild: Evangelische Verlagsanstalt GmbH
Buchtipp: Der Lutherweg in Sachsen

Entdeckungen im Mutterland der Reformation
Ein reich bebilderter Reiseführer beschreibt die 27 Stationen des Lutherweges in Sachsen.Zahlreiche Fotos von Stätten der Reformation und der faszinierenden Natur vermitteln vielfältige Impressionen vom spirituellen Rundwanderweg. Als Begleitlektüre auf dem Weg und als Bildband für das „Schmökern“ daheim ist der kompakte Reiseführer gleichermaßen zu empfehlen. Autoren Bernd Görne | Andreas Schmidt


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