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title: "Orte der Reformation kennenlernen ♥ Lutherweg Sachsen"
url: "https://www.lutherweg-sachsen.de/entdecken/orte-der-reformation"
description: "Der Lutherweg Sachsen führt durch frühere Wirkungsstätten Martin Luthers und seiner Wegbegleiter. ► Pilgere zu den Reformationsorten in Sachsen!"
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Orte der Reformation
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Marktplatz Zwickau - Stadt am Lutherweg Sachsen

Entlang des Lutherwegs Sachsen lassen sich Orte entdecken, an denen die Geschichte der Reformation noch heute spürbar ist. Kirchen, Klöster, historische Plätze und **frühere Wirkungsstätten** vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Zeit, in der **Martin Luther** und seine **Weggefährten** die **Grundlagen einer neuen Glaubenswelt** legten.

**Torgau,** als Residenz der sächsischen Kurfürsten, galt als **politisches Zentrum der Reformation**. Hier weihte Luther die Schlosskapelle von Schloss Hartenfels zum protestantischen Kirchenbau. Auch die Bedeutung **Zwickaus** als Reformationsstadt ist international anerkannt. Als zweite Stadt nach Wittenberg wurden Mönche verbannt und Klöster geschlossen, wodurch die Reformation rasch Fuß fasste. In **Grimma** machte Luther mehrfach im Augustinerkloster Station und predigte in der Klosterkirche sowie in der Nicolaikirche. Ganz in der Nähe lebte seine spätere Ehefrau Katharina von Bora 14 Jahre lang im Kloster Nimbschen, bevor sie 1523 nach Wittenberg floh.

Jeder dieser Orte erzählt ein Stück Geschichte und macht den Lutherweg zu einer **Reise durch die Reformationszeit**.

 

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Gruppenreise nach Grimma und Torgau

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> Es tut gut, uns von dem, was uns täglich belastet, frei zu machen.

Martin Luther

 

Reformation &amp; Religion
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- Kirchen, Klöster, Predigtstätten, Orte der Umsetzung der Reformation
- Luther, Gemeindereformen, geistliches Leben
- Leipzig (Nikolaikirche, Thomaskirche), Torgau (Schlosskirche Hartenfels), Zwickau (Stadtkirche)

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- Leipzig – Nikolaikirche, Thomaskirche, Disputation 1519 ist die heimliche Hauptstadt Mitteldeutschlands mit 1000-jähriger Geschichte und aufregender Gegenwart.
    
    
    **Reformation:** Die Leipziger Disputation 1519 zwischen Luther und Eck in der Pleißenburg führte zum Bruch mit Rom, letztlich zur Entstehung der evangelischen Kirche. Pfingsten 1539 wurde in der Nikolai- und Thomaskirche die Reformation im albertinischen Sachsen eingeführt. In der Folge wurde die Universität unter Beteiligung Melanchthons umgestaltet.
    
    
    **Sehenswertes:** Historische City mit Renaissance-Rathaus und Passagensystem der Messehäuser, Thomaskirche mit Bach-Grab, Nikolaikirche, Museum der bildenden Künste, Gewandhaus, Völkerschlachtdenkmal
    
    **Angebot:** Vielfältige touristische Angebote über die Tourist-Information sowie Führung  im Auerbachs Keller Leipzig
- Zwickau – Stadtkirche, FrühreformationDas westsächsische  liegt in einer weiten Talaue am Eingang zum Westerzgebirge und zum Vogtland.
    
    
    **Reformation:** Zwickau gehört zu den europäischen Städten, in denen sehr früh die Reformation eingeführt wurde. Spuren des Wirkens von Thomas Müntzer, Martin Luther und Philipp Melanchthon sind bis heute erhalten und wirken weiter.
    
    **Sehenswertes:** Priesterhäuser, Dom St. Marien, Schloss Osterstein, Rathaus, Ratsschulbibliothek
    
    **Angebot:** Lutherrundweg, Führungen zur Reformationsgeschichte, Kinderführungen
- Borna – StadtkircheIm Oktober 2007 wurde mit einem weltweit beachteten Umzug die  **von Heuersdorf nach Borna** auf den Martin-Luther-Platz umgesetzt.
    
    **Reformation:** Schon 1519 wurde in Borna als erster Stadt im ernestinischen Sachsen evangelisch gepredigt. Martin Luther verfasste in Borna am 5. März 1522 den berühmten Aschermittwochsbrief und predigte Ende April und Anfang Mai 1522 vier Mal in der Stadtkirche St. Marien.
    
    
    **Sehenswertes:** Stadtkirche St. Marien, Emmauskirche, Martin-Luther-Denkmal, Ehemaliges Stadttor (Reichstor) mit Museum
    
    **Angebot:** Tourist- und Stadtinformation am Markt, Museums- und Kirchenführungen, Stadtführungen
- Torgau – Schlosskirche Hartenfels, Predigtstätten**,** im 16. Jahrhundert das politische Zentrum der Reformation und die kursächsische Landeshauptstadt, ist heute eine der schönsten Renaissancestädte Deutschlands.
    
    **Reformation:** Torgau gehörte als ehemalige Residenz der Kurfürsten zu den Ursprungsstätten der Reformation. Luther weilte oft in der Stadt, predigte hier und weihte 1544 die Schlosskapelle, den ersten protestantischen Kirchenbau. Katharina von Bora starb am 20. Dezember 1552 in Torgau.
    
    
    **Sehenswertes:** Stadtkirche mit Grabstein Katharina Luthers, Schloss Hartenfels mit Schlosskirche, historische Renaissance- Altstadt
    
    **Angebot:** täglich öffentliche Stadtführungen, Kirchenraumerkundung und Bibelabschreiben
- Grimma – StadtkircheIdyllisch im waldreichen Muldental gelegen, ist  ein beliebtes Ausflugsziel für natur- und kulturinteressierte Gäste.
    
    
    **Reformation:** Martin Luther machte mehrfach im Grimmaer Augustinerkloster Station und predigte in der Kloster- und in der Nicolaikirche. Katharina von Bora lebte 12 Jahre im Zisterzienserinnenkloster Marienthron zu Nimbschen und floh 1523 mit weiteren Nonnen über Torgau nach Wittenberg, wo sie 1525 die Ehefrau des Reformators wurde.
    
    
    **Sehenswertes:** Klosterruine Nimbschen, Klosterkirche St. Augustin, Frauenkirche, denkmalgeschütze Altstadt mit dem historischen Rathaus, Museum Göschenhaus, Kreismuseum Grimma
    
    **Angebot:** thematische Stadtführungen "Katharina von Bora, eine starke Frau"
- Döbeln – Stadtkirche ist eine wunderschöne, über 1.000-jährige Stadt im Herzen von Sachsen.
    
    
    **Reformation:** Ab 1521 kamen die Menschen zu den ersten evangelischen Predigten nach Döbeln. Die Predigten konnten nur im Rathaus gehalten werden. Herzog Georg der Bärtige ließ etliche Anhänger Luthers verhaften. Der Prediger musste fliehen. Erst mit der Einführung der Reformation im albertinischen Sachsen konnte sich hier die Reformation nach 1539 ungehindert ausbreiten.
    
    
    **Sehenswertes:** Kirche St. Nicolai mit dem "Mirakelmann", Eule- Orgel und Lutherdenkmal, Original "Döbelner Riesenstiefel" von 1925 im Rathaus, Deutsches Pferdebahnmuseum Döbeln
    
    **Angebot:** Wander- und Radwanderwege, Freibad mit Hallenbad, Stadtführungen, Stadtmuseum, Mittelsächsisches Theater Döbeln
- Waldheim – StadtkircheEingebettet in das landschaftlich reizvolle Zschopautal, liegt die mit Gründerzeitarchitektur reichbestückte - die Perle des Zschopautales.
    
    
    **Reformation:** Das Kloster war frühzeitig reformatorischen Gedanken und teilweise Martin Luther zugetan. Als Augustinermönch war Luther vor der Reformation für das Kloster mit verantwortlich. Mit der freiwilligen Übergabe des Klosters an den Burgherren von Kriebstein, Georg von Karlowitz, war die Reformation in Waldheim vollzogen.
    
    
    **Sehenswertes:** Stadtkirche "St. Nicolai", Rathaus im Jugendstil, Georg Kolbe Ausstellung, Besucherbergwerk "Kellerberg", Sächsisches Strafvollzugsmuseum, Eisenbahnviadukte
    
    **Angebot:** Rathausführung mit Turmbesteigung, thematische Stadtführungen, Kellerbergführung
- Altenburg – Reformationsgeschichte, Lutherpredigten, als ehemalige Residenzstadt sächsischer Kurfürsten, bietet einen idealen Ausgangspunkt für Rad-und Wanderbegeisterte.
    
    **Reformation:** Georg Spalatin, engster Vertrauter, Sekretär und Beichtvater Friedrichs des Weisen, vermittelte jahrelang zwischen ihm und Luther. Luther predigte mehrfach in der spätgotischen Stadtkirche St. Bartholomäi, in der Spalatin auch beerdigt wurdet. Zu seinem wohl wichtigsten Aufenthalt kam Luther im Januar 1519 nach Altenburg. Anlass war ein Treffen mit Karl von Miltitz, dem päpstlichen Gesandten am sächsischen Hof, der prüfen sollte, ob Luther weiterhin an seinen Wittenberger Thesen festhielt. Abgesehen vom „Altenburger Schweigeabkommen“ als letztem Versuch einer gütlichen Einigung, das jedoch nicht lange Bestand hatte, blieb Miltitz erfolglos und verließ die Stadt ohne Erfolg.
    
    **Sehenwertes:** Altenburger Brüderkirche mit lebensgroßer Skulptur von Luther, Residenzschloss, St. Bartholomäikirche, Renaissance-Rathaus sowie die Roten Spitzen.
    
    **Angebot:** Infoterminals, audio-visuell animiert, erzählen die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner. Der Spalatinrundweg in der Altenburger Innenstadt, Wander- und Radwege
- Löbnitz – barocke Saalkirche mit BilderdeckeIn reizvoller Umgebung am Ufer von Mulde und Seelhausener See bietet die Gemeinde viele Freizeit- und Erholungsangebote.
    
    **Reformation:** Zu Luthers Zeiten führte der Weg von Wittenberg nach Leipzig über Kemberg und Löbnitz. Luther war mit dem Rittergutsbesitzer Ernst von Schönfeldt und seiner Tochter Ave von Schönfeldt freundschaftlich verbunden.
    
    **Sehenswertes:** Kirche mit größter Bilderdecke Mitteldeutschlands (Kassettenfelder mit biblischen Bildern und floralen Motiven), voll funktionstüchtige Bockwindmühle, Herrenhaus
    
    **Angebot:** Kirchenführung, Mühlenbesichtigung, Rad- und Wanderwegenetz am Seelhausener See und an der Mulde, Reiterhöfe, Kremser- und Kutschfahrten, Rundflüge über Löbnitz und Umgebung, Fallschirmspringen
- Mügeln – St. Marienkirche, Kloster Marienthal SornzigAm Südrand des Landkreises Nordsachsen im Döllnitztal liegt die Kleinstadt **Mügeln mit einer bewegten, mehr als tausendjährigen Geschichte.
    
    **Reformation:** Das Mügelner Land unterstand bis zum Übertritt des letzten Bischofs in der Reformationszeit, Johann IX. von Haugwitz, den Bischöfen von Meißen. Er gab 1581 sein Bischofsamt auf, wurde evangelisch und starb 1595 in Mügeln.
    
    **Sehenswertes:** historische Innenstadt, Schloss Ruhethal, Kloster Marienthal, Schmalspurbahn mit Feldbahn, Heimatmuseum, St. Johanniskirche und St. Marienkirche, Martin-Luther-Kirche in Sornzig, Kirche zu Ablaß, St. Andreas Kirche Schweta
    
    **Angebot:** Freibad, Stadtführungen auf Anmeldung, Geoportal Bahnhof Mügel mit “Erlebniswelt Kaolin”, Wandern und Radfahren im Obstland

 

### Ausflugstipps &amp; Reformationsstätten

 

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**Macht &amp; Herrschaft**
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- Burgen, Schlösser, Residenzen, Orte politischer Entscheidungen
- Fürsten, Verwaltung, städtische Machtstrukturen
- Schloss Colditz, Schloss Rochlitz, Schloss Waldenburg

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- Colditz – Schloss Colditz ist bekannt wegen des Schlosses, das während des 2. Weltkrieges als Gefangenenlager alliierter Offiziere diente.
    
    
    **Reformation:** Vier Pfarrer aus der Region mussten sich 1523 wegen ihrer evangelischen Gesinnung vor dem Bischof zu Merseburg verantworten. Aus der um 1540 entstandenen Kantorei wurde 1580 eine Kantoreigesellschaft gegründet.
    
    
    **Sehenswertes:** Marktplatz, Renaissance - Rathaus, Schloss mit Fluchtmuseum, Heimatmuseum, Heimatturm, Stadtkirche St. Egidien
    
    **Angebot:** Stadtführung, Schlossbesichtigung mit HistoPad, Kulturhistorische Wanderung im Tiergarten, Schlauchbootverleih Wechselburg - Rochlitz - Colditz, Colditzer Rundwanderweg
- Leisnig – Burg Mildenstein**Leisnig bietet mittelalterliches Flair, eine breite Kultur und ist am Rande des rößten Obstanbaugebiet Sachsens gelegen.
    
    **Reformation:** Martin Luthers Briefe an den Rat und die Leisniger Kirchgemeinde enthalten grundlegende Ausführungen zur reformatorischen Neuordnung des Gemeindelebens, den geistlichen Rechten, zum evangelischen Gottesdienst und zu sozialen Fragen - vor Ort entstand das älteste evangelische Sozialpapier: die Leisniger Kastenordnung.
    
    
    **Sehenswertes:** St.-Matthäi-Kirche, Stadtgut mit Dauerausstellung und Leisniger Kastenordnung, Burg Mildenstein, weltgrößter Stulpenstiefel, Kloster Buch
    
    **Angebot:** Stadt-, Burg- , Kirchen- und Klosterführung, Museum für historische Fahrzeuge und Maschinen, Bibliothek, Freibad, Salzgrotte, Rad- und Wanderwege
- Kriebstein – Burg KriebsteinDie mittelalterliche Burg  liegt im Zentrum des Städtedreiecks Dresden-Chemnitz-Leipzig.
    
    
    **Reformation:** Die 1384 errichtete Burg gehörte auch für sechs Jahre zum Besitz der Herzogin Elisabeth von Sachsen, die ab 1537 in Rochlitz residierte. Ihr Nachfolger Georg von Karlowitz führte als ihr Nachfolger die Reformation ein. In dieser Zeit wurde der berühmte Alexiusaltar aus dem Waldheimer Kloster auf die Burg gebracht.
    
    
    **Sehenswertes:** Burgmuseum mit Burgkapelle, Stilzimmer, Rittersaal mit Alexiusaltar, Großer Festsaal, Brunnenstube mit Burgbrunnen
    
    
    **Angebote:** Museum, Führungen, Sonderausstellungen, Veranstaltungen, Fahrgastschiff auf der Talsperre Kriebstein
- Mittweida – Schloss Mittweida zählt mit 16.000 Einwohnern zu den größten und bedeutendsten Städten im Landkreis Mittelsachsen und bietet als Hochschulstandort eine hohe Lebensqualität in landschaftlich reizvoller Lage.
    
    
    **Reformation:** Evangelische Gedanken breiten sich frühzeitig in Mittweida aus. 1535 mussten 73 evangelische Bürger die Stadt verlassen. 1537 führte Herzogin Elisabeth von Sachsen die Reformation ein.
    
    
    **Sehenswertes:** historische Altstadt, Stadtkirche, Stadtmuseum, Johannes-Schilling- Haus, Museum Alte Pfarrhäuser, Dorfkirche in Ringethal
    
    **Angebote:** Stadtführungen, Kirchenführung mit Turmbesteigung, Klettern, Wandern entlang der Zschopau, thematische Rundwanderwege
- Rochlitz – Rochlitz Schloss**,** die über 1000-jährige Stadt des roten Porphyr, ist eingebettet im Tal der Burgen und hat sich bis heute ihr einzigartiges, unverwechselbares Ambiente bewahrt.
    
    
    **Reformation:** Die evangelische Bewegung in Rochlitz nahm bereits 1523 Herzogin Elisabeth von Sachsen auf. Sie führte 1537 die Reformation in ihrem Witwensitz Rochlitz und Kriebstein ein.
    
    
    **Sehenswertes:** Marktplatz, Schloss, Petrikirche, Kunigundenkirche mit prächtigem Flügelaltar, Porphyrlehrpfad auf dem Rochlitzer Berg
    
    **Angebote:** thematische Schlossführungen u.a. mit Herzogin Elisabeth von Rochlitz, Stadtführungen in historischen Kostümen, Kirchen: St. Petri und St. Kunigunde, Audiotour auf dem Rochlitzer Berg
- Penig – Altes und Neues Schloss Penig ist ein alter Wallfahrtsort, der zum Bistum Merseburg gehörte. Die Altpeniger Kirche St. Aegidius ist das älteste Bauwerk der Stadt und wurde 1157 erstmals erwähnt.
    
    
    **Reformation:** Penig war seit 1539 evangelisch und gehörte später zur Herrschaft der Herren von Schönburg. Die Schönburger waren bestrebt ihre Unabhängigkeit vom Landesherren zu bewahren. Daher ließen Sie von Johann Pfeffinger eine Kirchenordnung für ihre Gebiete erarbeiten. Sie richteten drei Superintendenturen ein.
    
    
    **Sehenswertes:** St. Aegidienkirche, Stadtkirche "Unser Lieben Frauen Auf Dem Berge"
- Waldenburg – Schloss WaldenburgDie Gründung der Stadt  geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Bereits im späten Mittelalter entwickelte sich in Waldenburg das Töpfereihandwerk zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig. Töpfereiwaren der Waldenburger Werkstätten fanden überregionalen Absatz. Bei Grabungen am Wittenberger Augustinerkloster wurde Waldenburger Steinzeug gefunden.
    
    **Schloss Waldenburg,** Ende des 12. Jahrhunderts als Stützpunkt zur Kolonisierung des Pleisenlandes errichtet, war bis 1945 Residenzschloss der Fürsten von Schönburg - Waldenburg. Auf einer geführten Besichtigungstour wandelt der Besucher in luxerösen Ausstattungen der ehemaligen fürstlichen Repräsentations- und Wohnräume. Gehen Sie mit auf die stilistische Zeitreise durch verschiedenste Baukunstepochen eines eklektizistischen Gesamtkunstwerkes von 1859 bis 1912. Der sanierte Schlosspark mit historischem Baumbestand, Rosengarten, Grotte und Terrasse lädt in unmittelbarer Nähe zum Grünfelder Park auf einen Spaziergang ein.
- Gnandstein – Burg Gnandstein, Adelsfamilie von Einsiedel**Gnandstein** ist ein Ortsteil der Töpferstadt Kohren-Sahlis. Symbol für das Töpferhandwerk ist der bekannte Töpferbrunnen auf dem Marktplatz.
    
    **Reformation:** Die Familie von Einsiedel zählte zu den ersten sächsischen Adligen, die sich offen zur Reformation bekannten. Die Drohungen Herzog Georgs führten dazu, dass erst 1539 die Reformation offen eingeführt werden konnte.
    
    **Sehenswertes:** Museum Burg Gnandstein mit Burgkapelle, Töpfermuseum, Töpferbrunnen, Hofmannsche Sammlung, Burgruine, Schwindpavillon, Mühlenmuseum
    
    **Angebot:** Handdruckwerkstatt, Märchengarten, Erlebnisgastronomie, Sommerrodelbahn, Wegebahn, Irrgarten, Töpferkurse, Wandern

 

### Ausflugstipps &amp; Reformationsstätten

 

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Gesellschaft &amp; Alltag
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- Städte, Marktplätze, Handwerk, soziale Ordnung, Frauen, Klassen
- Wie die Reformation Alltag, Bildung, soziale Strukturen und Gemeinschaft beeinflusste
- Trebsen, Glauchau, Crimmitschau

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- Glauchau – städtischer Alltag, Handwerk**,** gelegen im Schönburger Land.
    
    **Reformation:** Die Herren von Schönburg beförderten nach 1542 die Reformation in ihrem Gebiet. Sie richteten eine Superintendentur in Glauchau ein.
    
    **Sehenswertes:** Schlösser Forder- und Hinterglauchau, historischer Stadtkern mit Stadtkirche, historisches Rathaus, Bismarckturm
    
    **Angebot:** Stadttheater, Museum, Kultursommer, Kirchenmusiktage, historisches Schlossspektakel, Nacht der Schlösser, Naherholungsgebiet Stausee, Parkanlagen, ca. 60 km markierte Wanderwege
- Crimmitschau – soziale Ordnung, Handwerkerstadt\- eine Stadt mit textiler Tradition, erlebbarer Geschichte, modernem Antlitz und sportlichen Ambitionen.
    
    **Reformation:** 1529 wurde der erste evangelische Pfarrer in Crimmitschau eingeführt. Die Stadtschule hatte ein beachtliches Niveau mit sozialkritischen Theateraufführungen.
    
    **Sehenswertes:** Rathaus, Marktbrunnen, St. Laurentiuskirche, architektonisch einzigartige Fabrikantenvillen, Textilmuseum als Zeugen der Textilgeschichte, Museum Schloss Blankenhain
    
    **Angebot:** 2 Freibäder, Eisstadion, Theater, Kino, Organisation von Ausflügen und Stadtrundgängen
- Wurzen – Markt und städtisches LebenDie 1.050-jährige Stadt  - Geburtsort des Malers, Dichters und Kabarettisten Joachim Ringelnatz - lädt ein, ihre wichtigen Sehenswürdigkeiten über den Ringelnatzpfad zu erkunden.
    
    **Reformation:** In der Stadt befindet sich das Bischofsschloss, in dem zeitweilig die Meißner Bischöfe residierten. Luther bemühte sich 1542 um die Beilegung der Wurzener Fehde und half, einen Krieg zu verhindern.
    
    **Sehenswertes:** Altstadt, Schloss, Stadtkirche, Dom, Ringelnatzbrunnen/- Geburtshaus, Museum mit Ringelnatzsammlung, Posttor, Parkanlagen
    
    **Angebot:** diverse Führungen, Ausstellungen, Mulde- Fährbetrieb, Boots- und Fahrradverleih, Rad-/ Wanderwege, Hallenbad
- Trebsen – Fluss- und Alltagslandschaft ist eine 850-jährige Stadt und liegt idyllisch im Muldental zwischen Grimma und Wurzen.
    
    **Reformation:** Die Schlossfamilie von Minckwitz förderte die Reformation und holte 1521 mit Caspar Zeuner den ersten evangelischen Pfarrer in die Stadt.
    
    
    **Sehenswertes:** mittelalterliches Schloss mit Staffelgiebeln, Zellengewölbe, Schlosshof mit Resten vom Bergfried Schlosspark, Rittergut, historische Stadtkirche mit Deckengemälde und Grabplatten
    
    **Angebot:** Veranstaltungen rund ums Schloss, Ritterturniere, Weinfeste, Restaurant, Freisitz, Saal, Ausstellungen, Konzerte und Führungen im Rittergut, Kirchenbesichtigungen
- Dreiheide – kleine Gemeinde, Alltag mit seinen drei Ortsteilen liegt am Rande der schönen Dübener Heide und ist gut mit dem Rad zu erkunden.
    
    **Reformation:** Martin Luther besuchte auf der Durchreise nachweislich 1535 die Kirche Süptitz. Im 16. Jahrhundert war Süptitz als Weinanbaugebiet bekannt. Der Kurfürst sendete mehrfach Süptitzer Wein an Luther.
    
    **Sehenswertes:** Heimatstube, Denkmal auf den Süptitzer Höhen, Bockwindmühle, Naturbad Großwig, Bärensäule, Kirche Süptitz (im 13. Jahrhundert errichtet), Kirche Weidenhain (romanische Basilikaform, Freskomalereien in der Apsis), Kirche Großwig (romanische Bruchsteinbasilika, Flemmingorgel von 1787)
- Frohburg – kleinstädtisches Leben, ländlicher AlltagAm Übergang zwischen Leipziger Tieflandsbucht und Kohrener Land liegt  mit seinem eindrucksvollen Schlossensemble und einer langen Geschichte als Sitz eines der größten Rittergüter Sachsens. Die mittelalterliche Burganlage entstand um 1200 und wurde später zum barocken Schloss ausgebaut. Heute führt der Lutherweg durch den weitläufigen Schlosspark – eine landschaftlich reizvolle Etappe mit historischem Flair.
    
    **Reformation:** Frohburg war im 16. Jahrhundert ein Ort reger reformatorischer Bewegung. Der Schlossherr Doktor Melchior von Kreutzen stand in engem Kontakt zu Martin Luther und unterstützte ihn bei rechtlichen Fragen. In der St.-Michaelis-Kirche erinnern bis heute Bildkopien nach Lucas Cranach an den Reformator. Damit verbindet Frohburg regionale Adelskultur mit der religiösen Umbruchzeit der Reformation.
    
    **Sehenswert:** Schloss Frohburg mit Museum und romanischen Kellergewölben, barocken Treppenhäusern, Sammlungen zur Stadtgeschichte und Keramiken von Kurt Feuerriegel; historische Schulstunde im Museum; St.-Michaelis-Kirche mit Orgel von 1806 und Grabinschrift des Schlossgründers; Spaziergang durch Schlosspark und Kirchplatz
    
    **Angebot:** Museumsführungen, wechselnde Sonderausstellungen, kulturelle Veranstaltungen im Schloss, Stadtführungen

 

### Ausflugstipps &amp; Reformationstätten

 

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Natur &amp; Landschaft
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- Flüsse wie Mulde, Elbe oder Zschopau, Wälder und Heidegebiete
- Naturerlebnis, Wander- und Radwege, landschaftliche Prägung des Lutherwegs
- Dübener Heide, Dahlener Heide, Wald- und Flusslandschaften um Wolkenburg

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- Bad Düben – Dübener HeideDas staatlich anerkannte Moorheilbad  ist das südliche Tor zum Naturpark Dübener Heide und eine gute Adresse für Gesundheits- und Aktivurlauber, Pilger, Wanderer, Radler und Genießer auf der Suche nach Entspannung und Naturerlebnis.
    
    **Reformation:** Auf dem Weg von Wittenberg nach Leipzig kamen Luther und die anderen Reformatoren häufig durch Düben, ebenso wie Katharina von Bora auf dem Weg zu ihrem Gut in Zöllsdorf bei Neukieritzsch.
    
    **Sehenswertes:** historische Altstadt, 1000-jährige Burg Düben mit Landschaftsmuseum, Stadtkirche St. Nikolai, Kurpark und Mühlen
    
    **Angebot:** Stadtführungen, Kur- und Wellnesszentrum HEIDE SPA, Knotenpunkt überregionaler Wanderwege
- Wolkenburg – Fluss- und Waldlandschaft im schönen Limbach-Oberfrohna, das sich traditionsverbunden und zukunftsorientiert zeigt.
    
    **Reformation:** Nachdem Luther seiner Frau das Gut Zöllsdorf 1541 geschenkt hatte, bat er den Schlossherrn von Wolkenburg leihweise um 12 Scheffel Korn und 24 Scheffel Hafer.
    
    **Sehenswertes:** Neue Kirche, Schloss Wolkenburg, Bauern-Museum, St. Anna-Fundgrube, Esche-Museum
    
    **Angebot:** Freizeitbad, Stadthalle, Landschaftsschutzgebiet Limbacher Teiche, Tierpark, Stadtpark, Stadtlehrpfad
- Neukieritzsch – Landschaft und Naturraum ist ein lebendiges Dorf, die Geschichte der Ortsteile und der Landschaftswandel im Leipziger Neuseenland laden ein, entdeckt zu werden.
    
    **Reformation:** In der Gemarkung Neukieritzsch lag das Gut Zöllsdorf, der Witwensitz von Katharina Luther. Auf ihrem Gut erwirtschaftete Katharina Nahrungsmittel für den großen Haushalt in Wittenberg. An sie erinnert heute ein Denkmal auf dem Markt.
    
    **Sehenswertes:** Katharina-von-Bora-Kirche, Lutherdenkmal, Schillerhaus Kahnsdorf, Informationszentrum im Kraftwerk Lippendorf
    
    **Angebot:** Freibad, Pleißeradweg, Pilgerweg Via Imperii, Kraftwerksführungen, Aussichtspunkt aktiver Tagebau, Ausflugsangebote am Hainer See
- Schildau – ländliche UmgebungDie Gneisenaustadt **Schildau** ist als Stadt der Schildbürger bekannt und liegt am nördlichen Rand der Dahlener Heide.
    
    **Reformation:** Nachdem 1521 über Luther die Reichsacht verhängt wurde, stellten Reisen außerhalb des kurfürstlichen Schutzgebietes eine Gefahr dar. Da Luther auf diesen Reisen über Torgau herzogliches Territorium durchqueren musste, war Schildau die erste sichere Wegstation im Kurfürstentum.
    
    **Sehenswertes:** Gneisenau-Denkstätte, Pfad der Schildbürger, Schildbürgermuseum und - Brunnen, Schildbürgerspielplatz, Schildberg mit Aussichtsturm, Pferdesport-Arena, Walderlebnisscheune
    
    **Angebote:** Naturbad mit Erlebnisbecken und Großwasserrutsche, Campingplatz, markierte Wander-, Rad- und Reitwege, Stadtführungen
- Eilenburg - Muldestadt ist Muldestadt in unmittelbarer Nähe des Naturparks Dübener Heide.
    
    
    **Reformation:** Luther hielt sich zwischen 1518 und 1545 mehrfach in Eilenburg auf und predigte hier. Er reiste mit seinen Begleitern über Eilenburg 1519 zur Disputation nach Leipzig und 1539 zur Einführung der Reformation in Leipzig.
    
    
    **Sehenswertes:** Burgberg mit Rundweg, Sorbenturm, Bergkirche "St. Marien", Stadtmuseum, Tierpark, Stadtkirche St. Nikolai, Bergkeller
    
    **Angebot:** Schwimmhalle, Bowling, Kegeln, Wander- und Radwanderweg, Sternwarte “Juri Gagarin”, Freizeitzentrum mit Surfen, Camping und Wasserski

 

### Ausflugstipps &amp; Reformationsstätten

 

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"Wandern auf dem Lutherweg Sachsen" Luther-Broschüre Mockup 2023

Lutherweg Sachsen

Reformationsgeschichte entdecken

Entlang von **31 Stationen** führt der Lutherweg Sachsen als spiritueller **Rundwanderweg** durch bedeutende **Wohn- und Wirkungsstätten** von Martin Luther und seinen Wegbegleitern in Sachsen.

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### **FAQs**

- Wo lassen sich noch heute bedeutende Zeugnisse der Reformation entdecken? Bedeutende Zeugnisse der Reformation lassen sich bis heute in zahlreichen Städten und Gemeinden entlang des **Lutherwegs Sachsen** entdecken. Besonders eindrucksvoll sind sie dort, wo Martin Luther selbst wirkte oder wo seine Gedanken früh aufgegriffen wurden. Eine Auswahl sei hier genannt:
    
    
    - Leipzig
    - Zwickau
    - Torgau
    - Grimma
    - Altenburg
    - Rochlitz
- Wie integriert sich der Besuch dieser Reformationsorte in meine Wander- oder Pilgertour?Viele Gäste kombinieren den Besuch mit Pilgern und Wandern auf dem Lutherweg Sachsen. Die Stationen sind so ausgelegt, dass sich kürzere Etappen für längere Zwischenstopps an den Reformationsstätten anbieten und gut mit einer Führung kombiniert werden können. Doch auch bei den langen Etappen können kleine Zwischenstopps an den Stätten vorgenommen werden und interessante Fakten zur Reformationsgeschichte aufgeschnappt werden.

 

Alle Tipps zum Thema in einer Übersicht
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